Studierendenwerk Rostock-Wismar

Wohngeld

Das Wohngeld dient der wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens. Es wird als Zuschuss zur Miete oder zur Belastung für den selbst genutzten Wohnraum geleistet.

In der Regel können Studierende kein Wohngeld beantragen, weil ihnen BAföG "dem Grunde nach" zusteht, sie also tatsächlich BAföG erhalten. Das gilt auch, wenn dem Grunde nach Förderungsberechtigte der Höhe nach keinen Anspruch auf Förderung haben oder keinen Antrag auf Förderung stellen. Ausnahme besteht jedoch, wenn zu ihrem Haushalt noch weitere Familienangehörige (z. B. Kinder oder Ehegatten) gehören, denen dem Grunde nach kein BAföG zusteht. Studierende sind dann antragsberechtigt auf Wohngeld, wenn:

Darüber hinaus muss nachgewiesen werden, dass die Wohnung am Studienort den Mittelpunkt der Lebensbeziehungen darstellt. Es ist ratsam, die Wohnung als ersten Wohnsitz zu melden (siehe Kap. 12.5. Zweitwohnungssteuer).

Die Höhe des Wohngeldes bemisst sich nach der Anzahl der wohngeldberechtigten Haushaltsmitglieder, der Höhe der zu berücksichtigenden Miete/Belastung und dem Gesamteinkommen. Das Gesamteinkommen ist die Summe der Jahreseinkommen der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder abzüglich der Frei- und Abzugsbeträge, z. B. für Schwerbehinderung, Unterhaltsverpflichtungen.

Für die Berechnung eines möglichen Wohngeldanspruchs sind u. a. sämtliche Einkünfte, Nachweise über die Miete/Belastung, die Krankenversicherung, mögliche Unterhaltsverpflichtungen und ggf. der Schwerbehindertenausweis zu belegen.

Die zu berücksichtigende Miete ermittelt sich aus der Bruttokaltmiete (Grundmiete, Modernisierungszuschläge, sog. „kalte“ Betriebskosten - nicht dagegen Heizungs- und Warmwasserkosten, Untermietzuschläge, Zuschläge für die Nutzung von Wohnraum zu anderen als Wohnzwecken und Vergütungen für die Überlassung von Möbeln) und einem pauschalen Betrag für Heizkosten.

Bei der Antragstellung sind folgende Unterlagen mitzubringen, um die Antragssituation zu belegen:

Anträge sind an das Amt für Jugend und Soziales zu richten. Wegen der Vorlage des Personalausweises oder Passes muss mindestens einmal persönlich vorgesprochen werden. Die anschließenden Formalitäten können postalisch erledigt werden. Wohn-geld wird nicht rückwirkend, d. h. erst ab dem Ersten des Antragmonats gewährt.


Verbindliche Auskünfte erhalten Sie bei:

Rathaus der Hanse- und Universitätsstadt Rostock

Amt für Jugend und Soziales Wismar