Studierendenwerk Rostock-Wismar

Behinderung & Chronische Krankheit

Ansprechpartner, Angebote und Informationen
Ansprechpartner, Angebote und Informationen

31.05.2017

Behinderte oder chronisch kranke Studierende finden in Rostock und Wismar unterschiedliche Voraussetzungen für Zugang zu den Hochschulen. Eine individuelle Prüfung der Voraussetzungen für ein Studium ist daher notwendig. Das Studierendenwerk Rostock-Wismar unterstützt die Interessengemeinschaft behinderter und nicht behinderter Studierender "StuBecK" (siehe unten) sowie durch:

  • Rollstuhlgerechte Wohnheimplätze in Wismar und Rostock
  • besondere Berücksichtigung bei der Wohnheimplatzvergabe
  • Auskünfte zu Broteinheiten oder Speisenzusammensetzung beim jeweiligen Küchenleiter der Mensa; freie Wahl der Essenkomponenten; zumeist rollstuhlgerechter Zugang
  • individuelle Beratung, Vermittlung an Leistungsträger oder weitere Ansprechpartner in der Sozialberatung

Beratungsangebote und weitere Informationen:

Studierendenwerk Rostock-Wismar
Soziale Dienste - Sozialberatung Frau Anke Wichmann 
St.-Georg-Straße 104 - 107
18055 Rostock 
Tel.:     03 81 / 45 92 640 
Fax:     03 81 / 45 92 94 36

Offene Sprechzeiten in Rostock
Di  15 - 17 h
Do 10 - 12 h
sowie nach Vereinbarung; bevorzugt:
Di 9 - 12 h und Do 14 - 16 h

Mi 9 - 13:45 h, nur in Wismar, gerade Kalenderwoche (14tägig; Tel.: 03841 - 753 71 05)
Sprechzeiten- Einschränkungen entnehmen Sie bitte den Website-Angaben
unter Soziales- "Aktuell":  


Ansprechpartner für Studierende mit Behinderung u./o. chronischer Krankheit in Rostock und Wismar

Rostock:

Behindertenbeauftragte der Universität Rostock
Herr Prof. Dr. Christoph Perleth
Tel.:     03 81 / 498 26 51
e-mail: christoph.perleth@uni-rostock.de

Sprechzeit:
Dienstag, 11.30 – 13.00 Uhr und nach Vereinbarung

Tel.:     03 81 / 498 57 42
August-Bebel-Str. 28
Erdgeschoß, 2. Tür rechts, R 6011
18055  Rostock

Studentische Ansprechpartnerin: N.N.
e-mail: barrierefrei@uni-rostock.de  

Allgemeiner Studierendenausschuss – AStA
Beauftragte für Antidiskriminierung und Gleichstellung
Tel.:     03 81 / 498 56 01
e-mail: gleichstellung@asta-rostock.de

Sprechzeit:
Mittwoch 14 - 15 Uhr oder nach Vereinbarung 

Parkstraße 6
18057 Rostock  

Büro für Behindertenfragen der Hansestadt Rostock
Behindertenbeauftragte
Frau Petra Kröger
Tel.:     03 81 / 381 11 26
e-mail: behindertenbeauftragte@rostock.de  

Sprechzeiten:
Dienstag und Freitag 09.00 – 12.00 Uhr/ 14.00- 17.00Uhr und nach Vereinbarung  

Neuer Markt 1 (Rathaus-Anbau)
18055 Rostock 

Hochschule für Musik und Theater
HMT inklusiv

Wismar:

Studienberatung der Hochschule Wismar Philipp-Müller-Str. 14
PF 12 10
23952 Wismar
Tel.:     038 41 / 753 7212
e-mail: studienberatung@hs-wismar.de

Sprechzeiten:
Montag bis Donnerstag 09.00 – 12.00 Uhr sowie 13.00 – 15.00 Uhr  

Behindertenbeauftragte der Hochschule Wismar Frau Connie Fischer
Tel.: 038 41 / 753 7465
Sprechzeiten nach Vereinbarung

Amt für Jugend und Soziales Behinderten- und Eingliederungshilfe
Frau Dörten Hagelstein
Tel.:   03881- 72 26 42 
e-mail: d.hagelstein@nordwestmecklenburg.de  

Dr. Leberstr. 2A
23966 Wismar
weitere Informationen hier!

Ansprechpartner an den Fakultäten der Universität Rostock

Deutsches Studentenwerk: Informations-und Beratungsstelle Studium und Behinderung

Integrationsämter: Publikationen der Integrationsämter

Integrationsfachdienst-Flyer: Informations-und Beratungsstelle 


StuBecK -  die Interessengemeinschaft für behinderte und/oder chronisch kranke Studierende

Wir sind eine Interessengemeinschaft von ehrenamtlichen Helfern, die sich für die Belange der behinderten und/oder chronisch kranken Studenten an der Universität Rostock einsetzt. Wir versuchen Barrieren und strukturelle Nachteile abzubauen, mit denen sich Studierende mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit konfrontiert sehen. Unsere Ziele sind der Abbau bestehender Benachteiligungen betroffener Studierender, insbesondere im Rahmen des Studiums, und die Schaffung chancengleicher Studienbedingungen.

Alle Gesprächsinhalte werden vertraulich behandelt.


Die Situation vor Ort

An der Uni Rostock sind derzeit über 15000 Studenten immatrikuliert, davon leben ungefähr 15% mit einem Handicap.  Aufgeschlüsselt bedeutet dies 2% Behinderte und ca. 13% chronisch Kranke, vergleichbar auch mit der 16. Sozialerhebung. Ein Teil der Gebäude der Universität Rostock ist bereits behindertengerecht ausgestattet.

An der Philosophischen Fakultät steht ein PC- Arbeitsraum für behinderte und chronisch kranke Studierende zur Verfügung. Durch eine entsprechende Möblierung wird dieser Raum auch als Ruheraum genutzt.
Des weiteren gibt es an jeder Fakultät einen Behindertenbeauftragten, dessen Räume in den jeweiligen Studienbüros der Fakultäten zu erfragen sind.
Detaillierte und fachspezifische Informationen über die Situation an der Uni Rostock sind in der aktuellen  Broschüre "Studieren mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung an der Universität Rostock" zusammengefasst. (siehe oben als pdf-Dokument)

Die individuellen Angebote von StuBecK

Netzwerkpartner von StuBecK

Kontakt über: stubeck@studentenwerk-rostock.de


Einsatz von Ehrenamtlichen aus arbeits-, sozialversicherungs- und steuerrechtlicher Sicht

Im SGB II/SGB XII wurde 2012 die Anrechnung von Ehreamtstätigkeit für Aufwandsentschädigung und Übungsleitertätigkeiten wesentlich verändert (§ 11b Abs. 2 S. 3 SGB II, § 82 Abs. 3 S. 4 SGB XII).

In der konkreten Praxis bestehen vielmals erhebliche Unklarheiten was denn nun genau die privilegierten Tätigkeiten sind und unter welchen Voraussetzungen diese gezahlt werden können. Dies hat der Paritätische Gesamtverband in einer aktuellen und sehr umfassenden Broschüre mit Informationen zum Einsatz von Ehrenamtlichen aus arbeits-, sozialversicherungs- und steuerrechtlicher Sicht zusammengefasst.

Sie finden den Download unter: 

www.der-paritaetische.de/uploads/tx_pdforder/broschuere_ehrenamt_web.pdf

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Studieren mit Behinderung und chronischer Krankheit - StuBeck
Studieren mit Behinderung und chronischer Krankheit - StuBeck

08.06.2017

Wer wir sind?

•         Interessengemeinschaft von ehrenamtlichen Helfern

Was wir anstreben?

•         Abbau von Barrieren und strukturellen Benachteiligungen
•         Schaffung chancengleicher Studienbedingungen

Wen wir suchen?

Sie: 

•         zum Erfahrungsaustausch im Studium mit gesundheitlicher Beeinträchtigung
•         zur Unterstützung im Studienalltag gesundheitlich eingeschränkter Personen
•         zur Organisation, Planung und Durchführung von Veranstaltungen

Ansprechpartner 

Universitätsbeauftragter, Prof. Dr. Christoph Perleth

barrierefrei@uni-rostock.de
www.barrierefrei.uni-rostock.de

Sozialberaterin des Studierendenwerks: Anke Wichmann

anke.wichmann@stw-rw.de
www.stw-rw.de

Sozialberatung des AStA Rostock

sozialberatung@asta-rostock.de
www.asta.uni-rostock.de 

Anregungen, Ideen und Unterstützung nehmen wir jederzeit gerne entgegen 
E-Mail: barrierefrei@uni-rostock.de

Wir freuen uns auf Sie!

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Lehre barrierefrei gestalten
Lehre barrierefrei gestalten

24.09.2018

Das Studierendenwerk Rostock-Wismar beteiligt sich am Projekt „Inklusive Hochschule“ der Hochschulen des Landes M-V. Das Projekt entwickelt und erprobt Maßnahmen, um Studierenden mit Erkrankungen und Behinderungen das Studium an den Hochschulen in M-V zu erleichtern. Die Ergebnisse dieser Projektarbeit wurden am 7. September 2018 im Bildungsministerium in Schwerin vorgestellt.

Zum Start des Wintersemesters steht Dank des Projekts ein Praxisleitfaden „Lehre barrierefrei gestalten“ zur Verfügung, um die Barrierefreiheit an den Hochschulen zu verbessern.

https://www.uni-rostock.de/fileadmin/uni-rostock/UniHome/Vielfalt/Barrierefreiheit/Leitfaden_MV_Inklusive_Hochschullehre.pdf

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Mentoring für Hochschulabsolventen und - absolventinnen

24.09.2018

Die Stiftung MyHandicap will mit einem Onlinementoring für Menschen mit Beeinträchtigungen, die auf dem  Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen, mit Mentoren vernetzen. Per Videochat sollen Interessierte mit Mentoren/Mentorinnen aus Unternehmen zusammengebracht werden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Mehr Informationen finden Sie unter www.eability.org

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Besser mit Behinderung studieren als gar kein Spaß
Besser mit Behinderung studieren als gar kein Spaß

24.09.2018

Karsten Lippmann beschreibt in dem Artikel, "wie man als Rollstuhlfahrer seinen Weg zum Doktortitel gehen kann".

Besser mit Behinderung studieren als gar kein Spaß

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Booklet- beeinträchtigt studieren...so geht's

17.09.2018

Das Booklet informiert Studieninteressierte und Studierende mit Beeinträchtigungen auf 18 kurzen Seiten über ihre Rechte sowie über die Angebote zu ihrer Beratung und Unterstützung. Es ist gedacht als Erstinformation und zur schnellen Orientierung im Thema Studium und Behinderung. Dabei werden wichtige Themen aufgegriffen wie z.B. Beratung, Studieneinstieg, Nachteilsausgleiche, Finanzierung, Barrierefreiheit und Auslandsstudium. Das Booklet kann kostenfrei bei der IBS zum Auslegen an geeigneten Orten bestellt werden.

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Memorandum zum Stand der Barrierefreiheit von Studienmaterialien und Prüfungsaufgaben an bundesdeutschen Hochschulen
Memorandum zum Stand der Barrierefreiheit von Studienmaterialien und Prüfungsaufgaben an bundesdeutschen Hochschulen

24.09.2018

Die Unterzeichner/innen des Memorandums kritisieren die unzureichende Barrierefreiheit von Studienmaterialien und -dokumenten sowie von Prüfungsaufgaben und -materialien für Studierende mit Behinderungen an bundesdeutschen Hochschulen. Sie fordern die Erarbeitung und Implementierung eines konkreten Maßnahmenkataloges, um eine verlässliche Barrierefreiheit von Studienmaterialien und Prüfungsaufgaben sicherzustellen. Zugleich fordern Sie die sog. Marrakesch-Richtlinie so umzusetzen, dass für Menschen mit einer Beeinträchtigung des Sehens oder anderen Leseeinschränkung der barrierefreie Zugang zu Werken der Literatur, Kunst und Wissenschaft voll umfänglich gewährleistet wird.  

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M94.5 Studieren mit Beeinträchtigung

17.09.2018

In einem Radiobeitrag des Aus- und Fortbildungsradios M94.5 in München berichtet ein sehbeeinträchtigter Studierender über sein Studium, notwendige Nachteilsausgleiche, Mehraufwand und erforderliche Frustrationstoleranz.

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Evaluation von Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben
Evaluation von Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben

28.08.2017

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat im März dieses Jahres den Abschlussbericht zu "Evaluation von Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben" vorgelegt.

Die qualitative Befragung von Rehabilitandinnen und Rehabilitanden im Förderbereich der Bundesagentur für Arbeit wurde vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung erstellt und gibt einen Überblick inwiefern Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben dazu beitragen, die Beschäftigung und soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu fördern.
Der Abschlussbericht kann auf der Homepage des BMAS hier eingesehen bzw. herunter geladen werden.

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Neuregelung beim Anspruch auf Sehhilfen
Neuregelung beim Anspruch auf Sehhilfen

31.05.2017

Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) wird die Ausnahmeregelung für einen Leistungsanspruch auf Brillengläser erweitert:
Künftig erhalten auch die Versicherten, die wegen einer Kurz- oder Weitsichtigkeit Gläser mit einer Brechkraft von mindestens 6 Dioptrien oder wegen einer Hornhautverkrümmung von mindestens 4 Dioptrien benötigen, einen Anspruch auf Kostenübernahme in Höhe des vom GKV-Spitzenverband festgelegten Festbetrags bzw. des von ihrer Krankenkasse vereinbarten Vertragspreises.

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Ratgeber für Menschen mit Behinderung in der Europäischen Union

08.06.2017

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat einen Ratgeber in Leichter Sprache veröffentlicht: 

"Europa ist schwierig zu erklären. Aber in dieser Broschüre wird Europa kurz erklärt. Auch andere Länder in Europa helfen Menschen mit Behinderungen.

Diese Broschüre erklärt diese Hilfen. So können Sie erkennen, was die anderen Länder machen:

·        Beim Wohnen
·        Bei der Gesundheit
·        Bei den Rechten für Menschen mit Behinderung"

Den Ratgeber finden Sie hier

 

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ZAV erweitert Service für schwerbehinderte Akademiker_innen

15.03.2017

Der Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker in der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit unterstützt arbeitssuchende Akademikerinnen und Akademiker mit einer Schwerbehinderung über Eingliederungszuschüsse oder die Finanzierung von Probebeschäftigungen bei der Arbeitsaufnahme. Darüber hinaus berät die ZAV zu Bewerbungsstrategien, Arbeitsangeboten und unterbreitet Vermittlungsvorschläge.

BA: Vermittlung schwerbehinderter Akademiker/-innen

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Studium mit Behinderung in der Tiermedizin

08.06.2017

In den Geisteswissenschaften finden sich deutlich mehr Studierende mit Behinderung als in den Naturwissenschaften oder speziell der Tiermedizin, wo sie kaum sichtbar sind. Dies heißt aber nicht, dass es nicht möglich wäre. 

Laut einer Studie des Deutschen Studentenwerks ist 94% aller Studierenden mit Behinderung diese nicht anzusehen.

 

Bianca Hanke, sehbehindert, schildert ihre Erfahrungen im folgenden interessanten Beitrag!

 

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Trotz Rheuma-Handicaps erfolgreich im Beruf landen: Ein Ratgeber der Deutschen Rheuma-Liga hilft

08.06.2017

“Vertraue auf deine Stärken, tausche dich aus und informiere dich über viele Berufswege und Fördermöglichkeiten”, mit diesen Erfahrungen haben viele junge Leute,  trotz Rheuma ihren Traumberuf gefunden. Der Weg zum Ziel kann dabei ganz unterschiedlich sein.

Ein Schwerbehindertenausweis hat einerseits Vorteile, zum Beispiel wenn Stellen explizit für behinderte Mitarbeiter bereitgehalten werden. Andererseits kann es aber manchmal auch ratsam sein, die rheumatische Erkrankung bei der Bewerbung außen vor zu lassen, denn im Vorstellungsgespräch muss die Erkrankung nur dann angegeben werden, wenn die Ausübung der beruflichen Tätigkeit dadurch beeinträchtigt wird!

Neue Perspektiven schaffen auch Teilzeitarbeit oder Umschulungen, wenn der Arbeitsalltag die Kräfte überfordert oder die rheumatische Erkrankung sich verschlechtert. Manchmal kann auch einfach eine Reha schon helfen.

Die Deutsche Rheuma-Liga informiert mit dem neuen Ratgeber “Jobs und mehr – finde deinen eigenen Weg” junge, an einer rheumatischen Erkrankung leidende Menschen, über Ausbildung, Berufswahl, Reha-Leistungen und Erwerbsminderungsrente. Die 40-seitige Broschüre enthält zahlreiche Tipps von Experten und Betroffenen.

Weitere Informationen und Ansprechpartner gibt es im Internetportal für junge Leute mit Rheuma: http://geton.rheuma-liga.de

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Urteil: Keine automatische „Verbesserung“ der Abiturdurchschnittsnote bei Behinderung

08.06.2017

Abiturienten und Abiturientinnen haben keinen Anspruch auf automatische Verbesserung des Abiturdurchschnitts allein aufgrund einer festgestellten Schwerbehinderung. Dies entschied das Verwaltungsgericht Stuttgart (Aktenzeichen: 12 K 2267/12). Es wies damit den Antrag einer Schülerin auf Erlass einer einstweiligen Anordnung ab, mit der ihre Schule dazu verpflichtet werden sollte, ihr ein entsprechendes Schulgutachten auszustellen. Die Richter stellten fest: "Voraussetzung für 'Notenschutz' bei Behinderten ist, dass die Kausalität zwischen Verschlechterung von Noten und der Behinderung konkret festgestellt werden kann. Es genügt hierfür nicht, dass die schulischen Leistungen allgemein aufgrund der Behinderung schlechter sind, als sie ohne Behinderung wären."

Verwaltungsgericht Stuttgart, Urteil vom 12.7.2012, 12 K 2267/12

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Internetplattform ''Gateway'' für seh- und hörbehinderten Studieninteressierte, Studierende und Berufsanfänger/innen

08.06.2017

Gateway ist eine Internetplattform, die seh- und hörbehinderten Studieninteressierten, Studierenden und Berufsanfänger/innen speziell aufbereitete Informationen liefern soll.

Sie wurde im Rahmen des Projektes "Gateway- Barrierefreier Zugang zu universitärer Berufsqualifizierung für Hör- und Sehgeschädigte und ihre Integration in den Arbeitsmarkt" erstellt.

Träger des Projektes sind das SZS Karlsruhe, die RWTH Aachen und das IT College Putbus; die Finanzierung erfolgte durch das BMAS. 


Erfahre hier mehr!  

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Nachrichtendienst -kobinet-

08.06.2017

Für aktuelle Entwicklungen schauen Sie bitte auch hier:

http://www.kobinet-nachrichten.org

 

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Was ist (nicht) Autismus?

08.06.2017

Ein Bericht von RollingPlanet:

Was ist (nicht) Autismus?

Autismus (aus dem Griechischen Wort “αὐτός” für „selbst“) wird von der Weltgesundheitsorganisation zu den tief greifenden Entwicklungsstörungen gerechnet. Er wird von Ärzten, Forschern, Angehörigen und Autisten selbst als eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben, die sich schon im frühen Kindesalter bemerkbar macht.

Für das Magazin “Autismus Kultur” räumt der Autor Colin Müller mit Irrtümern auf:

1. FALSCH: Autismus ist eine Krankheit.
RICHTIG: Autismus ist eine Art zu sein, eine Wesensart, ein Naturell. Experten sprechen von Menschen im „Autismus Spektrum“ (wir bitten um Verständnis, wenn ROLLINGPLANET im Folgenden verkürzt „Autisten“ schreibt).

2. FALSCH: Autismus ist psychisch bedingt.
RICHTIG: Autisten haben ein alternatives Gehirndesign, eine ungewöhnliche neurologische Verdrahtung, eine andere Art der Wahrnehmungsverarbeitung. Es gibt viele sehr intelligente Autisten. Auch nicht-sprechende Autisten sind häufig intelligent.

3. FALSCH: Alle Autisten sind gleich.
RICHTIG: Autistische Menschen sind genauso unterschiedlich und individuell wie Nichtautisten.

4. FALSCH: Autismus ist die Folge von emotionaler Vernachlässigung, emotionalem Stress, Missbrauch oder Traumata.
RICHTIG: Immer noch hält sich die falsche These, die in den 1950er Jahren entstand, als Müttern standardmäßig die Schuld daran zugeschoben wurde, wenn ihre Kinder nicht so waren, wie die Gesellschaft das wünschte. Heute weiß man: Ein nicht-autistisches Kind kann man so schlecht erziehen, wie man will, es wird nie autistisch werden.

5. FALSCH: Autismus kann nach der Kindheit verschwinden.
RICHTIG: Aus autistischen Kindern werden autistische Erwachsene. Obwohl es hin und wieder als Wunderheilung verkauft wird, fangen viele Autisten irgendwann an zu sprechen – ganz ohne Therapie. Das heißt nicht unbedingt, dass sie irgendwann Durchschnittsmenschen werden.

6. FALSCH: Man erkennt Autisten an ihrem Äußeren.
RICHTIG: Autistische Menschen sehen aus wie andere Menschen auch.

7. FALSCH: Alle Autisten sind Genies.
RICHTIG: Dieser falsche Eindruck entsteht, weil autistische Genies besonders eindrucksvoll sind. Wie bei Nichtautisten gibt es solche und solche: Einige Autisten lernen sehr schnell, andere brauchen länger. Jeder hat seine individuellen Begabungen und Schwächen.

8. FALSCH: Autisten wollen keine sozialen Kontakte und haben keine Gefühle.
RICHTIG: Oft scheitert der soziale Kontakt daran, dass Autisten und Nichtautisten keine gemeinsame Sprache finden. Viele autistische Menschen wollen gern Kontakt zu anderen, wissen aber nicht, was eine sozial angemessene Art der Kontaktaufnahme sein könnte. Andere autistische Menschen wollen keinen Kontakt zu anderen Menschen. Wie alle Menschen wollen auch Autisten selbst auswählen, mit wem sie wann wie ihre Zeit verbringen, und wann sie lieber allein sind.
Autistische Menschen haben Gefühle für andere Menschen, auch wenn man ihnen diese nicht unbedingt anmerkt. Viele von ihnen führen zufriedene Freundschaften, Partnerschaften und gründen Familien.

9. FALSCH: Autisten können keine normale Schule besuchen.
RICHTIG: Die meisten autistischen Kinder und Jugendlichen besuchen Regelschulen und werden oft nicht als solche etikettiert – können aber vielfach nicht ihr Potential entfalten, weil sie anders lernen und eine angepasste Lernumgebung bräuchten.

10. FALSCH: Autismus bedeutet, kein selbständiges Leben führen zu können.
RICHTIG: Manche Menschen brauchen viel Unterstützung von anderen, andere leben gänzlich ohne spezielle Unterstützung.

Ist Autismus eine moderne Erscheinung?

Nein. Die erste detaillierte Beschreibung eines Kindes, dass wir heute als autistisch bezeichnen würde, wurde 1799 von Jean Itard geschrieben („Der wilde Junge von Aveyron“).

Was ist das Asperger-Syndrom?

Das Asperger-Syndrom ist eine Form des Autismus, die vor allem durch Schwächen in den Bereichen der sozialen Interaktion und Kommunikation gekennzeichnet ist. Beeinträchtigt ist insbesondere die Fähigkeit, nicht verbale Signale bei anderen Personen zu erkennen und intuitiv selbst auszusenden. Das Kontakt- und Kommunikationsverhalten von Asperger-Autisten erscheint dadurch „merkwürdig“ und ungeschickt. Da ihre Intelligenz in den meisten Fällen normal ausgeprägt ist, werden sie von ihrer Umwelt jedoch nicht als Autisten, sondern höchstens als „wunderlich“ wahrgenommen. Gelegentlich fällt das Asperger-Syndrom mit einer Hoch- oder Inselbegabung zusammen. Das Syndrom, das als angeboren und nicht heilbar angesehen wird, macht sich etwa vom vierten Lebensjahr an bemerkbar.

Die politische Forderungen

„Neben den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind aber auch die individuellen Voraussetzungen entscheidend für Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Autismus. Diese können durch spezifische Förder- und Therapieangebote deutlich verbessert und weiter entwickelt werden“, erklärt der Bundesverband Autismus Deutschland anlässlich des heutigen Welttag der Aufklärung über Autismus. Derzeit werden rund 4800 betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer Autismus-Spektrums-Störung allein in einem der 41 dem Bundesverband Autismus Deutschland angeschlossenen Autismus-Therapie-Zentren gefördert, beraten und begleitet.

Die behindertenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gabriele Molitor, erklärt:

„Oft wird über Menschen mit Autismus gesagt, sie lebten in einer anderen Welt. Fakt ist: Es gibt ein autistisches Spektrum. Die Ausprägungen können ganz unterschiedlich sein. Von der Inselbegabung und kognitiven Höchstleistungen bis hin zu schweren geistigen Behinderungen. Wichtig ist es, die Entwicklung von Menschen mit Autismus zu fördern. Vor allem Kinder mit Autismus profitieren von frühen Hilfen. Die FDP-Bundestagsfraktion setzt sich für frühe Förderung und eine frühe Diagnosestellung ein.

Gerade im Hinblick auf die UN-Behindertenrechtskonvention gilt es die Rechte und die soziale Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu stärken. Die Forderung nach Inklusion beinhaltet die Teilhabe und Anerkennung von Anfang an. Menschen mit Autismus gehören in die Mitte der Gesellschaft. Sie müssen die gleiche Chance auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bekommen. Sie müssen die Hilfe erhalten, die sie für ein Leben in größtmöglicher Selbstbestimmung benötigen.“

 

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