Ergebnisse der Gastrobefragung 2025
20.05.2026
Die Kundenzufriedenheitsanalyse in der Hochschulgastronomie des Studierendenwerks Rostock-Wismar fand vom 11.11.2025 bis 05.12.2025 statt. Ziel der Befragung war es, die Zufriedenheit der Nutzer*innen mit den gastronomischen Angeboten umfassend zu erfassen und Ansatzpunkte für Verbesserungen zu identifizieren. Im Fokus standen dabei die Bereiche Angebot, Service und Räumlichkeiten. Darüber hinaus wurde untersucht, welche Faktoren die Nutzung der Mensen beeinflussen, welche Gründe gegen eine (häufigere) Nutzung sprechen und welche Wünsche die Gäste an das Mensaangebot haben. Auch Themen wie Ernährungsgewohnheiten, Nachhaltigkeit sowie Zahlungsbereitschaft wurden einbezogen. Die Durchführung und Auswertung der Umfrage erfolgte im Auftrag des Studierendenwerks durch die Conomic GmbH.
Stichprobenbeschreibung:
An der Online-Befragung nahmen insgesamt 2.129 Personen teil. Die Rücklaufquote lag bei rund 6 %. Der Großteil der Befragten sind Studierende (73 %), ergänzt durch Hochschulmitarbeitende (25 %) sowie weitere Nutzergruppen. Die Mehrheit der Teilnehmenden studiert oder arbeitet in Rostock (92 %), kleinere Anteile entfallen auf Wismar und Warnemünde.
Die Stichprobe weist eine gute Durchmischung hinsichtlich Alter, Geschlecht, Hochschulzugehörigkeit und Fachrichtungen auf. Durch eine Gewichtung der Daten wurde sichergestellt, dass die Ergebnisse die tatsächliche Struktur der Nutzer*innen realistisch widerspiegeln und belastbare Aussagen ermöglichen.
Kernergebnisse:
Nutzung der Mensen: 63 % der Befragten zählen zu den Stammgästen und nutzen die Mensen regelmäßig. Rund ein Drittel sind sporadische Gäste, während nur 3 % die Angebote gar nicht nutzen. Insbesondere bei den sporadischen Gästen besteht ein hohes Potenzial für eine häufigere Nutzung.
Gründe für geringe Nutzung: Die wichtigsten Ursachen für eine seltene oder ausbleibende Nutzung sind Zeitmangel (z. B. durch kurze Pausen), die Bevorzugung von Selbstversorgung sowie das wahrgenommene Gedränge in den Mensen.
Gesamtzufriedenheit: Die Zufriedenheit mit den gastronomischen Einrichtungen bewegt sich weiterhin auf einem guten Niveau, ist im Vergleich zur vorherigen Erhebung jedoch leicht zurückgegangen. Besonders stabil zeigt sich die positive Bewertung des Services.
Angebot: Geschmack, Qualität und Frische der Speisen werden insgesamt gut bewertet. Kritischer gesehen werden das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Höhe der Preise. Viele Befragte wünschen sich mehr gesunde, proteinreiche sowie vegetarische und vegane Angebote sowie eine größere Vielfalt im Speiseplan.
Service: Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeitenden werden sehr positiv bewertet. Verbesserungsbedarf besteht insbesondere bei den Wartezeiten an Ausgabe und Kassen sowie teilweise bei den Öffnungszeiten.
Räumlichkeiten: Die Sauberkeit der Mensen wird sehr gut bewertet. Herausforderungen bestehen hingegen beim Geräuschpegel sowie bei der Verfügbarkeit von Sitzplätzen, insbesondere zu Stoßzeiten.
Ernährungsverhalten: Für 87 % der Befragten spielt Ernährung eine wichtige Rolle. Die größte Gruppe bilden Flexitarier*innen (40 %), gefolgt von Fleischesser*innen (36 %) sowie vegetarisch oder vegan lebenden Personen (22 %). Der Wunsch nach gesundheitsorientierten und proteinreichen Angeboten hat im Vergleich zur vorherigen Befragung zugenommen.
Verbesserungspotenziale: Die größten Ansatzpunkte für eine höhere Zufriedenheit und Nutzung liegen in der Weiterentwicklung des Speiseangebots, einer besseren Steuerung von Stoßzeiten sowie der Optimierung von Abläufen zur Reduzierung von Wartezeiten.





