Studierendenwerk Rostock-Wismar

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BRAINFOOD - Nahrung für ein leistungsstarkes Gehirn

Konzentration und Leistung sind heutzutage von besonderer Bedeutung. Insbesondere junge Menschen in der Ausbildung, oder im Studium stehend, aber auch erwachsene Berufstätige, verbrennen täglich viel Energie für die Leistung des Gehirns. Sei es beim Lernen für Prüfungen oder bei der Ausführung von komplexen Arbeiten.

Das Gehirn macht zwar nur 2 % des Körpergewichtes aus, besitzt aber den höchsten Energiebedarf von allen Organen im menschlichen Körper. Damit verbraucht es nahezu die Hälfte der täglich mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate. Kommt Stress oder Leistungsdruck hinzu, kann es dem Blut bis zu 90 % des darin gelösten Zuckers (=Glukose) entziehen. Da es selbst keine Energiespeicher besitzt, bezieht es seine Energie hauptsächlich über die tägliche Nahrungsaufnahme.

Gutes Essen fürs Gehirn muss gut durchdacht sein.

Einfachzucker aus Schokoriegeln, Traubenzucker, Limonaden und Energydrinks sorgen für einen schnellen Energieschub, der nicht lange anhält. Kurz danach fallen der Blutzuckerspiegel und die Konzentrationsfähigkeit gleich mit ab. Es kommt zum Leistungstief und Heißhunger.

Mit dem Begriff Brainfood – „Futter“ für das Gehirn – sind gesunde Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an langkettigen Kohlenhydraten (Stärke), Vitaminen und Mineralstoffen und wertvollen ungesättigten Fettsäuren gemeint.  Der Blutzuckerspiegel bleibt durch den langsamen Abbau der Stärke zu Glukose  konstant, sodass eine stetige Energieversorgung des Gehirns mit Glukose gesichert ist.

Wer kennt es nicht, das altbewährte Studentenfutter?

Der gesunde Snack für zwischendrin liefert nervenstärkende B-Vitamine, Zucker für die grauen Zellen, Magnesium gegen Stress und wertvolle Fettsäuren aus Nüssen, die die Ideen ankurbeln. Durch die geballte Mischung an getrockneten Rosinen und verschiedenen Nüssen sorgt es für langanhaltende Energie. Jedoch ist bei der Wahl von Studentenfutter im Supermarkt darauf zu achten, dass es aus verschiedenen Nüssen wie Cashews, Walnüssen und Pekanüssen besteht. Einige Sorten enthalten fast nur Erdnüsse und Rosinen, sodass die Freude am Genuss schnell sinkt und auch der Brainfood-Effekt ausbleibt, denn die Mischung macht‘s!

Vollkorn, Walnuss, Fisch & Co. 

Es gibt viele Lebensmittel, die sich in die Gruppe des Brainfood einreihen können. Dazu gehören vorne  an die Vollkornprodukte, wie z.B. Vollkornbrot, -nudeln, Haferflocken und Naturreis. Besonders gut für den Nachmittagssnack eignen sich auch Gemüse & Obst.  Heidelbeeren sollen bei täglichem Konsum besonders gut für das Kurzzeitgedächtnis, die Koordination und das Gleichgewicht sein. Das fanden Wissenschaftler der Tufts University aus Boston, USA, in einer Tierstudie über den Effekt der blauen Beere heraus.

Da das Gehirn zu 60 % aus Fett besteht, darf es auch an ungesättigten Fettsäuren nicht fehlen. Dazu zählt die Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA). Sie ist ein wichtiger struktureller Bestandteil des Gehirns, ist an neuronalen Funktionen beteiligt und kann die geistige Leistungsfähigkeit steigern.

Ungesättigte Fettsäuren befinden sich vor allem in fettreichem Fisch (Hering, Sardine, Lachs, Thunfisch, Makrele) oder in Walnüssen, Leinsamen, Sonnenblumenkerne und pflanzlichen Ölen wie Oliven-, Raps- oder Leinöl vor.

Eiweiße spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für das Gehirn. Sie sind für den Aufbau von Botenstoffen notwendig, die an der Informations- und Signalübermittlung zwischen den Gehirnzellen beteiligt sind. Eine gute Quelle ist tierisches Eiweiß aus Geflügelfleisch oder Fisch. Wer sich gerne vegetarisch ernährt, kann auch auf Haferflocken, Linsen, Bohnen und Erbsen zurückgreifen.

Viel trinken, Bewegung und guter Schlaf helfen.

Wichtig für die Leistungsfähigkeit sind neben den genannten Lebensmitteln ausreichend Flüssigkeitsaufnahme am Tag (Wasser oder ungesüßte Tees), erholsamer Schlaf und körperliche Betätigung.
Während eines Spazierganges an frischer Luft, oder beim Treppensteigen steigt die Durchblutung, die Gehirnzellen werden mit Sauerstoff versorgt und damit das Denkvermögen angeregt.